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STEPHAN GRAF VON BOTHMER
StummfilmKonzerte in der Passionskirche

Die Highlights aus 10 Jahren StummfilmKonzerte: Berlinfilme, Komödien, populäre Klassiker und besondere Filme, die beim Publikum extrem gut ankamen, aber dennoch fast völlig unbekannt sind. Dazu Vorfilme, historische Kinowerbefilme und Musikeinlagen. Stephan Graf v. Bothmer füllt Konzertsäle auf fünf Kontinenten mit seinen spektakulären StummfilmKonzerten, die sich von Filmaufführungen zu Shows weiterentwickelt haben. Alles begann vor 10 Jahren eben hier: in der Passionskirche.

Sa. 17.01.2015
20:00 Uhr

GRAF VON BOTHMER:
Der Himmel auf Erden

[A. Schirokauer / R. Schünzel, D 1927]

20er-Jahre-Komödie

Ausgerechnet der Moralapostel Traugott Bellmann (Reinhold Schünzel) erbt das verrufene Nachtlokal "Himmel auf Erden". Eine Klausel im Testament stellt ihm außerdem noch 500.000 Mark in Aussicht, wenn er jeden Abend in seinem neuen Lokal anwesend ist. Das ist zu verlockend für den schwachen Helden: Er beginnt ein Doppelleben. Am Tage predigt er Sittenstrenge und Enthaltsamkeit - in der Nacht dagegen verwandelt sich Traugott Bellmann in einen Hohepriester des Vergnügens und des Lasters.

Live-Filmmusik: Stephan v. Bothmer, Flügel

Sa. 24.01.2015

ab 14:00 Uhr
19:30 Uhr
22:00 Uhr

GRAF VON BOTHMER:
Stan & Olli

[USA 1928/29, OmU Eng/D]

Slapstick
Das Spektakel zum 125. Geburtsjahr & 50. Todesjahr von Stan Laurel.

Wir eröffnen das Stan&Olli-Jahr! Stephan v. Bothmer interpretiert ALLE Stummfilme des populärsten Komiker-Duos aller Zeiten (und einige Stan-Solofilme) und knüpft damit an seine legendären Stummfilm-Marathons an. Sie werden Tränen lachen!

14:00 – 18:30 Uhr: Nonstop Stan & Olli
19:30 – 21:30 Uhr: Bothmers populäre Stan & Olli-Show
22:00 – 00:00 Uhr: Late Night Stan & Olli

Mit dem deutschen Laurel&Hardy-Papst Christian Blees!
Live-Filmmusik: Stephan v. Bothmer, Flügel / Orgel*
*Orgel nur im Nonstop-StanOlli

Sa. 31.01.2015
20:00 Uhr

GRAF VON BOTHMER:
Berlin. Die Sinfonie der Großstadt

[Walter Ruttmann, Deutschland 1927]

Dokumentarfilm / Avantgarde

Mit seiner mitreißend-virtuosen Vertonung lässt Graf v. Bothmer das Berlin der 20er Jahre wieder auferstehen: berauschend und überwältigend – und eine Hymne auf Berlin.

Arm und Reich, Kommerz und käufliche Liebe, Exzess und Arbeit, Menschen und Maschinen stehen unmittelbar nebeneinander. Abseits von allen Konventionen des Spielfilms der 20er Jahre ist „Berlin. Die Sinfonie einer Großstadt“ Dokumentation, Avantgarde, Experiment und Vision zugleich.

Die Kamera sieht Brötchen am Morgen auf einem Backblech und das glühende Eisen der Stahlwerke, zeigt die schreitenden Füße der Menschen zur Arbeit und verliert sich im Verkehr am Potsdamer Platz, bis am Abend die Maschinen halten und Leuchtreklamen ihr Licht auf Einkaufsstraßen, Revuen, Theater und das abendliche Glücksspiel werfen.

Dazu Vorfilme, historische Kinowerbefilme und Musikeinlagen.
Live-Filmmusik: Stephan v. Bothmer, Kirchenorgel

Sa. 21.03.2015
20:00 Uhr

GRAF VON BOTHMER:
Nosferatu

[F.W. Murnau, D 1922]

Mystik

"Nosferatu" ist die erste und charismatischste Dracula-Verfilmung der Filmgeschichte. Die Geschichte eines Mannes, der auszog um ein Haus zu verkaufen und in einem Albtraum gerät. Und eine wunderbare wie unheimliche Reise ins Unbewusste, ins Land der heimlichen Ängste und Wünsche.

Livemusik: LIVE-FILMMUSIK-ORCHESTER und CHOR.

Silent Voices (Chor)
Live-Filmmusik-Orchester:
Fanny Rennert (Sopran), Kristoff Becker (E-Cello), Stephan v. Bothmer (Klavier), Florian Goltz (Perkussion).

Stephan Graf v. Bothmers "Nosferatu"-Vertonung mit Chor wurde vor 10 Jahren in der Passionskirche uraufgerührt und seitdem weltweit mehr als 50 Mal aufgeführt.

"Eine herrliche Musik – die beste, die ich je zu NOSFERATU gehört habe, nein, hören durfte." Cinema Musica

Sa. 28.03.2015
20:00 Uhr

GRAF VON BOTHMER:
Zuflucht

[Carl Froelich, D 1928]

Berlinfilm

Einer der bewegendsten Berlinfilme aller Zeiten.

Ähnlich wie "Berlin. Die Sinfonie der Großstadt" zeigt "Zuflucht" quasi dokumentarisch das Leben in Berlin Ende der 20er Jahre. Aber im Gegensatz zu Ruttman, der den Zusammenhalt seines Berlinfilms durch abstrakte Prinzipien und den Tagesablauf herstellt, erzählt Carl Froelich eine realitätsnahe, sehr bewegende Geschichte:
Wegen seiner Beteiligung an der Revolution 1918/19 flieht Martin aus Deutschland und kehrt erst nach acht Jahren nach Berlin zurück, um ein neues Leben anzufangen.

Im Vordergrund steht ein Spielfilm und nur der Hintergrund ist dokumentarisch. Dabei bewahrt er sich eine Zurückhaltung, die beispiellos ist. Der Film räumt radikal mit dem Vorurteil auf, in Stummfilmen müssten die Schauspieler theatralisch agieren und übertrieben geschminkt sein. Der Film wird schnörkellos erzählt und geradezu rührend gespielt von Franz Lederer und Henny Porten. Froelich dreht "Zuflucht" im Stil des Realismus, on location und stellt das Leben der normalen und einfachen Menschen dar. Wir sehen die Quartiere der Arbeiter, deren Wohnküchen, Markthallen, Krankenhäuser 3. Klasse und werden Zeuge des Baus der U-Bahn-Linie U6 durchs Tempelhofer Feld. Die Handlung ist zusammen mit v. Bothmers Musik so bewegend, dass man diesen Film niemals vergessen wird. Sie zusammenzufassen würde ihr Unrecht tun, denn sie lebt zwischen den Zeilen, von den Blicken, der Liebe und den Momenten, wo Sprache versagt.
Dieser Film ist, obgleich extrem gut, leider völlig unbekannt. Einfach weil er nie im Fernsehen lief und es ihn nicht auf DVD gibt. Wir haben "Zuflucht" bereits fünf Mal aufgeführt und jedes Mal wurde er vom Publikum heftig gefeiert und als einer der bewegendsten Berlin-Filme überhaupt bezeichnet. Wiederentdeckt wurde der Film von Philipp Stiasny und Stephan v. Bothmer in den Tiefen der Stiftung Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen Berlin.
Wir zeigen „Zuflucht“ auf 35mm-Filmkopie mit zwei eigens in die Passionskirche geschafften Projektoren.

Dazu Vorfilme, historische Kinowerbefilme und Musikeinlagen.
Live-Filmmusik: Stephan Graf v. Bothmer, Flügel

Stephan Graf v. Bothmer

Der Pianist und Komponist bricht mit allen Filmmusikkonventionen und füllt mit seinen spektakulären StummfilmKonzerten Säle auf fünf Kontinenten. Seine Shows gehen über das präsentieren eines Stummfilms mit Live-Filmmusik weit hinaus. Der klassisch ausgebildete Pianist (UdK) studierte bei den Prof. Koenen und Prof. Sava. Sein Examen im Fach Klavier legte er an der Hochschule der Künste Berlin mit der Bestnote 1,0 unter besonderer Erwähnung der herausragenden interpretatorischen Leistung ab. Daneben studierte er an der Jazz und Rockschule Freiburg und spielte in zahlreichen Bands. Intensive Studien außereuropäischer Musik, experimenteller und Neuer Musik folgten. Filmmusik-Komposition lernte er bei Prof. N.J. Schneider, Niki Reiser und dem Morricone-Schüler Fabrizio Sabarino. Graf v. Bothmer gibt selbst Meisterkurse und Workshops in verschiedenen Ländern.

Ort:

Passionskirche
Marheinekeplatz 1
10961 Berlin-Kreuzberg

Die Passionskirche ist behindertengerecht ausgestattet.

www.heiligkreuzpassion.de

Eintritt:

Der Kartenpreis enthält den Eintritt für das Konzert und für den Film (5,- Euro). Sie können auch reine Hörplätze (ohne Sicht auf den Film) oder reine Filmplätze (ohne dass die Musik hörbar ist) buchen, obwohl das der eigentlichen Idee des Gesamtkunstwerkes widerspricht. Für diese Tickets schreiben Sie uns einfach eine Mail an , am besten mit Telefonnummer.

So haben Sie Stummfilme noch nie gehört...

StummfilmKonzerte - Stummfilm mit Livemusik

Unsere Hauptpartner: Bundesarchiv-Filmarchiv - Deutsche Kinemathek Museum für Film und Fernsehen - Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung - Transit Film - Berliner Fenster

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